Krone der Schöpfung – ein Stück ganz normaler Wahnsinn

Was wäre, wenn die Viren keine Menschen mehr fänden, die sie vermehren könnten? Was wäre, wenn der Mensch die Krone der Schöpfung abgegeben hätte? Oder ist sie ihm vor Ignoranz und Egoismus vom Kopf gefallen? Das Hörspiel zeigt in 10 Szenen, wie sich Menschen in Corona-Situationen verhalten. Als Satire erdacht, wird das Stück Schritt für Schritt von der Wirklichkeit eingeholt.

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Zum Inhalt:

Gleich zu Beginn bringt es der ANWALT auf den Punkt: „Beim Ende der Welt handelt es sich im juristischen Sinne nicht um eine Naturkatastrophe, da das Ende der Welt nicht zufällig, sondern zwangsläufig und somit im Grundsatz vorhersehbar auftritt.“ Doch so weit denkt noch keiner im Mikrokosmos zwischen Nasborien, Fusolien und Kniebeugien, als erste Berichte über eine Virusepidemie erscheinen. Der naheliegende Reflex der Menschen auf das Beben der Erde und die ungewohnten Zustände ist der Ruf: „In einer solchen Situation braucht es einen starken Führer. Nur DUMPF kann uns noch retten. MUSKEL muss weg. Notfalls mit Gewalt.“ Die Alternative wäre BAUCHFETT, der „kommunistische Gleichmacher“, der „Öko-Faschist“.
Die Regierung unter Kanzlerin MUSKEL hingegen sorgt sich ausschließlich um ihre Umfragewerte und will ihre Handlungsfähigkeit durch möglichst sichtbare Maßnahmen beweisen. Ihr Narrativ: „Krieg gegen das Virus. Ein Krieg verlangt immer Opfer, das begreift selbst der Dümmste.“ Nicht weniger wichtig ist es, „in jeder Situation, zunächst die Schuldigen zu ermitteln“. Dumm nur, dass die einzig wirksamen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen, von einer Vegetarierin vorgeschlagen werden. Die Minister argumentieren für ihre Klientel, halten „zwei Tage in der Woche ohne Leberkäs oder Schweinsbraten“ für „undenkbar!“ und argumentieren, „Autofahren ist Sport und Sport ist gesund.“

„Am besten doch wohl: Staatliche Ausgleichszahlungen und massenweise
Entlassungen.“ – Hauptsache Dividende und Bonuszahlungen bleiben erhalten. Für sie zählt der Mensch nur als „Homo konsumens“, der den von ihnen herbeigesehnten Endzustand der Evolution verkörpert, und somit die eigentliche Krone der Schöpfung darstellt.
Ein Teil der Bevölkerung sammelt sich zu Protestkundgebungen „Wie viele seid Ihr?“ STUDENTIN: „Wir sind fünf.“ ANWALT: „Nein, Ihr seid viele, Ihr seid fünf Millionen!“ Sie halten sich für Millionen und verbreiten das über die Medien – und die Mehrheit glaubt ihnen das ganz offensichtlich. Alternative Fakten sind das gemeinsame Fundament, ansonsten ist es eigentlich egal, was der Einzelne zu sagen hat. „Sie dürfen gerne teilnehmen. Je mehr wir sind, desto besser macht es sich in den Medien. Aber möglichst ohne Maske.“ Als „schräge Einsichtige“ bedeutet Freiheit für sie, alles in Frage stellen zu können. Völlig aus dem Blickfeld gerät die faktische Entwicklung der Pandemie. Sie führt zwangsläufig zu einem Ende, das (außer von der STUDENTIN) so lange geleugnet wird, bis es eintritt. Da ist es dann egal, ob die Außerirdischen die Zukunft übernehmen oder nicht.
Betroffen sind schließlich auch die VIREN, die keinen Wirt mehr haben, der für sie die Vermehrung übernimmt.

Schluss, aus, Ende – für alle.

Viel Spaß beim Zuhören wünschen Harald Lenski und Joachim Scholz